Casino Tricks - so wird’s gemacht!

Am 1.Dezember 2008 in Die dunkle Seite | No Comments »

Ich hatte ja bereits in meinem Artikel “Falschspiel mit positiver Erwartung” einige Praktiken der Casino-Betrüger (engl. Cheater, Scammer) beschrieben. Folgendes Video illustriert die üblichen Tricks der Past-Poster (Nachsetzer) in bester Weise:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Hier soll natürlich keine Anleitung zum Falschspiel gegeben werden, aber es sei jedem Spieler angeraten die Tricks zu kennen. Denn wer bei Tisch …lesen Sie den Rest des Artikels »

Falschspiel mit positiver Erwartung

Am 14.November 2008 in Die dunkle Seite | 1 Comment »

Carl Sampson hat hat in seinem Buch “Killer Roulette” den Croupiers ja eine Fingerfertigkeit unterstellt, die per Beweis nur im Labor zu verifizieren wäre, nämlich das sogenannte ‘Zielwerfen’. Den Beweis für andere Fertigkeiten der Croupiers hat aber schon die Staatsanwaltschaft erbracht. Der Croupier soll ja stets neutraler Helfer und Spielarrangeur sein, aber was passiert, wenn die Neutralität zugunsten eines Spielers verlassen wird, wie es z.B. in Bad Kissingen geschah? Es entsteht ein illegales Spiel mit positiver Erwartung und somit die einzige Spielform, die wirklich eine Erwartung von bis zu 3500% (und sogar mehr) generieren kann. Nicht spielen sondern schummeln. Eine einfache, aber geniale Erkenntnis.

Einstein weiß auch beim Roulette bescheid!
Einstein weiß auch beim Roulette bescheid!

So wird dem Altvater der modernen Physik Albert Einstein der kluge Ausspruch: „Man kann beim Roulette nur gewinnen, wenn man Jetons vom Tableau klaut“ zugesprochen. Es geht auch eleganter.
Die Techniken sind oft althergebracht, aber stets Roulette Spiel.com | die dunkle seite | Falschspiel mit positiver Erwartungnoch effektiv. Als Klassiker zählt die Poussette , hierbei wird ein Jeton nach Kugelfall geschickt auf eine gewinnende Chance geschoben. Die Amerikaner bezeichnen diese Geschicklichkeit als „past-posting“, also „nachsetzen“. Ausgeführt wird die Aktion entweder geschickt per Hand, per umgebauter Zigarettenschachtel mit Gummizug, oder per Krawatte mit Jeton-Reservoir – der Kreativität sind beim Basteln kaum Grenzen gesetzt. Eigentlich fast unmöglich ohne Mitwissen und Handaufhalten der Croupiers und Tischchefs, aber stets lukrativ. Solange, bis der Schwindel auffliegt. Im Idealfall macht es der mitwissende Kopf-Croupier selber und lenkt die 5000er Platte per Ellenbogen auf das gewinnende Dutzend. Dieser simpel anmutende Trick funktionierte laut Unterlagen der Staatsanwaltschaft acht Monate in einer deutschen Spielbank. Der Schaden dürfte beträchtlich gewesen sein.
Ein weiterer Klassiker ist das Spiel „Hm-Krr-chch-zwo-zwo“. Ein Spieler nuschelt, räuspert oder hüstelt seine undeutliche Annonce für den (mitwissenden) Croupier, der dann für den Spieler stets ein gewinnendes Stück aus der Annonce platzieren kann. Ein riskantes Spiel, denn es darf keine nörgelnden Mitspieler am Tisch geben und die gesamte Tischcrew muss mit unserem kriminellen Spieler im Boot sitzen. Die Bereitschaft das im Geld schwimmende Boot gegen eine Gefängniszelle zu tauschen gehört hier auch dazu.

Sogar ein Spiel mit positiver Erwartung ohne lästiges Setzen existiert. Die Kugel muss nicht rollen und selbst mehrere Promille im Blut sind kein Hinderungsgrund. Unser gewitzter Spieler und der korrupte Croupier stecken wieder mal unter einer Decke und der Deal spielt sich beim Jetonwechseln am American-Roulette-Tisch oder Quick-Table ab. Ein 100$-Chip soll gegen einen Stack 5er-Chips getauscht werden. Ein normaler Vorgang, aber nur dem genauen Betrachter fallen die falschen drei Hunderter-Jetons unter den 17 richtigen 5er Jetons auf. Die Kamera an der Decke („the eye in the sky“) hat es da schwerer, sie sieht ja nur den obersten Fünfer auf dem Stack. Wozu noch spielen, wenn man beim Wechseln schon verdient?
Fakt ist, dass derlei Spielchen getrieben wurden und auch heute noch aktuell sind. Die Beschreibungen von Richard Marcus in seinem Buch „American Roulette“ sind jedem empfohlen, der sich für echte Husarenstücke interessiert. Stories über zusammengeschlagene Zinker und Zocker in Casino-Hinterzimmern ohne Kameras gehören natürlich auch dazu.
Hier soll keine Anleitung zum Falschspiel gegeben werden, aber es sei jedem Spieler angeraten die Tricks zu kennen. Denn wer bei Tisch solche oder andere Tricksereien entdeckt, sollte einen Bogen um denselben machen. Einerseits fällt ja jeder anwesende Spieler unter Generalverdacht, wenn der Schwindel aufgedeckt wird. Andererseits sollte man auch auf die eigenen Stücke sehr wohl Acht geben. Ausgebeulte Taschen sind eine Einladung für Taschendiebe und so manches eigene Stück auf einem Cheval wird schnell mal auf ein gewinnendes Plein verschoben. Für den Poussetteur ein Spiel ohne eigenen Einsatz aber mit garantiertem Gewinn.

[Diesen und weitere Artikel über Roulette Analysen findet man im aktuellen Buch Roulette und Physik ]

RFID Chips & Jetons - Die Zukunft beginnt

Am 6.November 2008 in Kessel, Material, Technik | 2 Comments »

Wer schon einmal diese magischen vier Buchstaben gehört hat, der weiß wohl in etwa, worum es geht, hat aber wohl kaum gedacht, daß daraus ein Thema für die Zukunft in den Casinos werden könnte.
RFID steht für radio frequency indentification device und meint einen kleinen Chip, der per Funk ausgelesen werden kann. Bis jetzt eher in der Warenwirtschaft genutzt, sind nun Chips und Jetons mit diesem Chip ausrüstbar. Die Produktnamen wie  Safechip, Smartchip oder Chipsoft meinen hierbei immer dasselbe - einen Jeton, der mit allerlei Daten gefüllt wird und jederzeit unbemerkt ausgelesen werden kann. Wer sofort an den gläsernen Spieler denkt, der hat leider recht!
Was kann der Chip speichern? Auf 256 Bits passt so allerlei: Casino-Name, Chipwert, Typ, Gültigkeitsdaten, Identifikationsnummer und noch vieles mehr, und das alles auf wenigen Quadrat-Millimetern.

Daraus folgt natürlich sofort die Verwendung, denn nun sind Jetons schnell zählbar und auch genau ortbar. In Sekundenbruchteilen ist der Umsatz eines Tisches gezählt, Jetonbewegungen zwischen Kasse, Tisch, Saalchef oder Tronc sind nachvollziehbar oder auch der Tascheninhalt der Zocker, die an jenem Tisch stehen.  Vorbei die Zeiten, wo Zocker ihre Stückchen auf dem Klo gezählt haben, vorbei auch die Zeiten, wo man mal ein paar Stücke in der Tasche mit nach Hause genommen hat, damit die Bank nicht merkt, wie viel man abgeräumt hat.

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